Circle Singing & Singing Circle

Herzlich Willkommen zum „Singing Circle & Circle Singing“! Wir tönen Circle Songs und singen Kreislieder aus aller Welt wie z.B. aus den „Come Together Songs“. Ohne Noten, ohne Leistungsdruck, ohne erforderliche Vorkenntnisse, mit viel Spiel- und Singfreude.

Circle Singing ist eine ganz ursprüngliche Form des Singens in Gemeinschaft. Wir spielen mit Silben, Melodien und Rhythmen, die sich überlagern und verweben. Alles ist einfach  nachvollziehbar. Mal klingt’s harmonisch, mal witzig, mal mystisch. Und wer Lust hat, kann spontan ein Solo darüber improvisieren.

Sowohl beim Circle Singing als auch bei den Liedern werden kurze Motive kreisartig wiederholt und mit Stimmen gestaltet. Es entsteht ein gemeinsamer Klangraum und zugleich Freiraum für individuellen Ausdruck und Improvisation. Alle Stimmen sind in ihrer Eigenart willkommen – laute und leise, sichere und zaghafte, versierte und neuentdeckte…!

Für einen akustischen Einblick spontaner Circle Songs klicken Sie hier (großer Kreis)hier (kleine Gruppe) oder hier (fortgeschrittene Gruppe), und für Beispiele der Lieder hier (Aye Kerunene), hier (Bele Mama) und hier (Evening Rise). Den besten Eindruck bekommen Sie natürlich live in einer kostenlosen Schnupperstunde…

Montags 19-21 Uhr in Oldenburg,
wöchentliche Gruppe (14-tägige Teilnahme möglich),
Aula des Heilpädagogischen Zweiges der Waldorfschule.

Samstag oder Sonntag, 14-17:15 Uhr – aktuelle Workshoptermine finden Sie hier
Workshop für neuentdeckte und versierte Stimmen
Volkshochschulgebäude hinterm Bahnhof/ZOB Oldenburg

Anmeldung telefonisch, per Email oder über das Kontaktformular!


Musik als Meditation

Wünschen Sie sich im Alltag öfter Stille und inneren Frieden? Stille ist etwas Besonderes geworden in unserer hektischen Welt. Tritt sie dann in unser Leben, können viele überhaupt nicht mit Stille umgehen. Es meldet sich sofort die innere Unruhe und das Gefühl, etwas tun zu müssen, etwas zu bewegen, produktiv zu sein. Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Geräuschen. Sie ist ein Weg, bei dem wir das Leben in vollen Zügen genießen, hier und jetzt, friedlich.

Mit Musik in die Stille

Über Musik können wir lustvoll lernen, die Stille zu hören und zu genießen. Schon wenn wir uns erlauben, einer Musik wirklich zuzuhören, nimmt das fortwährende Geplapper im Kopf ein wenig ab. Unsere Sinne werden weit. Gefühle bekommen Raum. Die Zeitabstände, Pausen, Stille zwischen den Klängen wirken leiblich.

Musik und Stille erscheinen wie Gegensätze, wenn Stille als „Abwesenheit von Geräuschen“ verstanden wird. Doch hängen beide viel enger zusammen als der erste Anschein vermuten mag: Jede lebendige Musik, die berührt und bewegt, wird hier und jetzt aus der Stille geboren. Und einer Musik zu lauschen, kann unseren Geist vor „lauten“ Sorgengedanken schützen und in die Stille führen.

Stille liegt wie eine leise Musik hinter allem. Doch wie lernen wir, diese zu hören? Wir können Stille erfahren, indem wir in die Pausen einer Musik, in die Stille zwischen zwei Tönen hinein hören und nach den letzten Klängen weiter lauschen. Von dort aus gelangen wir zur inneren Stille, zur Stille des Seins. Wir lernen, zwischen zwei Gedanken in die entstehende Stille zu lauschen, die immer da ist. Mit ein wenig Übung werden die stillen Momente häufiger und der Raum der Stille größer bis sie überall und immer wahrgenommen werden kann – während der Arbeit, während dem Musikhören, während des Spielens mit Kindern.

Noch stärker ist der Effekt, wenn wir aktiv musizieren, mit Instrumenten improvisieren oder gemeinsam singen. Ohne Noten ganz in den Sinnen, ohne Leistungsdruck ganz in der Freude. Wir geben uns dem jetzigen Moment hin, tauchen ein in den selbstkreierten Klang. Ärger aus der Vergangenheit und Ängste vor der Zukunft machen dem Jetzt Platz. Gedankenräder verstummen, eine Symphonie des Augenblicks erklingt. Unsere eigene Stimme fließt mit den anderen zusammen und färbt den Gesamtklang einzigartig – als Individuum im großen Ganzen.

Stille, ein Gegenmittel gegen Burnout

So hat das gemeinsame Singen neben dem momentanen Genuss der Stille auch heilende Wirkung. Wie bei liebevollen Begegnungen wird das „Bindungshormon“ Oxytocin ausgeschüttet, heilt uns auf körperlicher Ebene, macht seelisch glücklich, und macht den Geist kreativ. Wer sich öfter Stille gönnt, wird auch wieder aus dem Stress zur Ruhe kommen, Nerven können heilen und der ganze Organismus kann sich regenerieren. In der Stille können wir der Seele lauschen. Ohne inneren Druck können die größten geistigen Erkenntnisse geboren werden.

„In der vollkommenen Stille hört man die ganze Welt.“

(Kurt Tucholsky)